Organspende

Organentnahme um Leben zu retten


Die Donor Care Association (DCA) des Universitätsspital Zürich koordiniert und organisiert den gesamten Prozess auf Seite der Organentnahme bei einer Spende. Ihre Arbeit beginnt, sobald ein potentieller Spender (der hirntot ist oder dessen Hirn irreparabel und schwerst geschädigt und ohne Aussicht auf Genesung ist) identifiziert und gemeldet wurde. Die Arbeit beinhaltet die Koordination aller notwendigen Vorarbeiten wie die Identifikation des Spenderwillens und anschliessend aller medizinischen Arbeiten. Ebenso dazu gehören die Gespräche und die Betreuung der Angehörigen während dieser äusserst belastenden Zeit.

Die DCA selbst ist weder verantwortlich für die Vergabe und Zuteilung der Organe (dies erfolgt durch die SwissTransplant) noch für die ganzen Schritte auf der Seite des Empfängers und das Einsetzen. Diese Arbeiten werden von andern Spitälern und Abteilungen übernommen.

Die untenstehende Fotoserie zeigt die Arbeit ab der Intensivstation (des Angehörigengespräch zur Feststellung des Spenderwilles war bereits erfolgt), wo der Spender gepflegt wird und die Angehörigen Zutritt haben. Weiter geht es mit den Vorbereitungen des Operationssaals für die Entnahme und dem Transport von der Intensivstation in den OP sowie der Organentnahme und dem anschliessenden Aufbahren des Leichnahme im Aufbahrungsraum.


Uhr und Ehering von einem Spender

Blutentnahme für zahlreiche Tests zur Evaluation der Organqualität

Der Spenderprozess ist geprägt von zahlreichen Absprachen und vielen Formularen zur Dokumentation des Ablaufs.

 

Steriles Eis wird zerkleinert und bereit gestellt, um später den Spenderkörper und die entnommenen Organe zu kühlen.

Das Operationsbesteck wird sorgfälltig ausgelegt und exakt vorbereitet.

 

Eine Organspende kann nur dann erfolgen, wenn entweder der Hirntod bereits eingetreten ist oder das Hirn irreparabl schwerst geschädigt ist und keine Aussicht auf Erholung besteht (DCD Spende). Im zweiten Fall erfolgt das eigentliche Ableben und die Hirntoddiagnostik im Operationssaal. Die Angehörigen haben in diesem Fall die Möglichkeit, beim Ableben dabei zu sein. Dazu wird das Licht stark gedämmt und eine elektrische Kerze spendet warmes Licht um eine möglichst würdevolle Atmospähre zu schaffen.

 

Bei der Hirntoddiagnostik wird das Vorhandensein bzw. nicht mehr Vorhandensein von zahlreichen Reflexen gestestet. Bei einer hirntoten Person können keine Reflexe mehr festgestellt werden.

 

Alle verwendbaren Organe werden jeweils von Spezialisten des entsprechenden Faches (ein Herz von Herzchirugen etc.) entnommen.

Das Team der Chirurgen wird bei der Entnahme von weiterem OP-Personal bei der Arbeit unterstützt.

Entnommene Organe werden mit einer speziellen Flüssigkeit konserviert und mit Eis gekühlt für den Transport verpackt.

 

Der Leichnam des Spenders wird nach der Organentnahme in den Aufbahrungsraum gebracht, wie die Angehörigen auf Wunsch noch einmal Abschied nehmen können.

 

Die entnommenen Organe müssen egal zu welcher Stunde (auch um 11 Uhr Abends) auf dem schnellsten Weg in die verschiedenen Spitäler gebracht werden, wo sie den Empfängern eingepflanzt werden und damit Leben retten.