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Mobiltelefonen mit Kameras werden heute ständig genutzt, um den Alltag zu dokumentieren und sind zu einem unversichtbaren Teil unseres Lebens geworden. Oftmals lösen sie Fotokameras ab, um Reisen und Ferien und sonstige Erlebnisse zu dokumentieren resp. zu zeigen, was man gemacht hat (“been there, done that”). Beobach-tungen in Museen zeigen, dass viele Besucher heute nur noch kurz vor einem Ausstellungsobjekt verweilen und oft ein Foto schiessen, um es mit Freunden oder über Social Media zu teilen. Eine eigentliche Auseinandersetzung mit dem Objekt erfolgt oft nicht mehr. Ein Raum, der dazu gedacht und gestaltet wurde, um Kunst zu

 


erleben, wird damit oft zu einem Bereich erweitert, der noch noch zum Knippsen von Fotos und der Verbindnung zur Onlinewelt genutzt wird. Dieses Verhalten enthült viel über unsere Beziehung zu Kunst, wie wir sie heute erleben und lädt zum Nachdenken darüber ein… Selbstverständlich ist auch dieses Fotoprojekt, bei dem Leute beim Fotografieren (und anderen Dingen machen) fotografiert wurden mehrdeutig, da der Fotograf ebenso wie die fotografierten Besucher einen Ausstellungsraum zweckentfremdet hat und ihn nicht mehr entsprechend dem einst angedachten Zweck nutzt.